Warum bekomme ich bei der SGS nicht das, was ich ver.diene?

EINLADUNG (PDF) mit Teilnahme-Link und QR-Code für die Webex-Veranstaltung

Der Schuh drückt. Ende diesen Jahres klettert die Inflationsrate auf den höchsten Stand seit 1993 – 4,5 Prozent. Die Wirtschaftsprognosen sehen ein Wachstum von 2,6 % in diesem Jahr und 5,1 % im kommenden Jahr.

Also einerseits eine große Notwendigkeit und andererseits gute Aussichten, Gehaltserhöhungen zu erwarten. Doch die fällt nicht vom Himmel.

Ein Weg zu mehr Geld ist das direkte Gespräch mit den Vorgesetzten. Darüber legen die einzelnen Kolleg*innen, die solche Gespräche geführt haben, am besten selbst Rechenschaft ab und blicken in ihre Geldbörse, ob die Inflationsrate eingefangen wurde.

Ein zweiter Weg ist darauf zu Vertrauen, dass die Geschäftsleitung – wie in jedem Jahr – ein Einsehen hat und von sich aus den Geldhahn öffnet. Hier könnte sogar eine besondere Anerkennung der Leistungen während der Pandemie in Form einer Corona-Prämie eine Rolle spielen. Bis zu 1.500 Euro können noch bis März 2022 ausgeschüttet werden – und das brutto für netto, also fast ohne Abzüge. Doch hier blieb der Hahn für 2020 verstopft und für dieses Jahr tröpfelten 350 Euro Corona-Prämie heraus.

Wer diesen Ärger nicht weiter runterschlucken will, für diejenigen gibt es den dritten Weg: einen Tarifvertrag, der am besten für die gesamte SGS abgeschlossen wird.

Einen solchen Tarifvertrag haben andere Prüforgansisationen mit der Gewerkschaft ver.di abgeschlossen: TÜV Süd, TÜV Rheinland, Tüv Hessen, die Gesellschaft für Reaktorsicherheit, der TÜV NORD, die Dekra und die 90 Prozent der SGS – immerhin gibt es durch Zukäufe einen miterworbenen Tarifvertrag in der SGS Analytics Germany GmbH.

Wir möchten gern das Thema »Tarifvertrag« mit allen Interessierten vertiefen und die Fragen rundum den Tarifvertrag beantworten.

Dazu laden wir ein:

Infoveranstaltung »Tarifvertrag«
digitale WebEx Videokonferenz
am Mittwoch, dem 23.11.2021
von 16:00 bis 17:15 Uhr

Wir bieten an:

  • einen Erfahrungsaustausch mit Kolleg*innen aus anderen Prüforganisationen, bei denen ein Tarifvertrag verhandelt wurde,
  • rechtliche Expertise durch einen Arbeitsrechtler
  • und die Beantwortung von direkten Fragen während der Veranstaltung.

> Informationen zum Tarifvertrag

Und wie kommen wir an einen Tarifvertrag?

Eigentlich ist es ganz einfach: ich schließe mich mit anderen zusammen in einer Gewerkschaft, z.B. durch einen Beitritt in die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Wenn dann genügend Menschen diesen Schritt gegangen sind – und genügend heißt, eine Kraft darzustellen, die auch durchsetzungsfähig ist – dann wählen die Gewerkschaftsmitglieder eine Tarifkommission und stellen gemeinsam Forderungen für die Tarifverhandlung mit der Geschäftsleitung der SGS auf.

Dann wird die Geschäftsleitung zu Tarifverhandlungen aufgefordert und es entscheidet sich, ob sie bereit ist, den Weg eines demokratischen und durch das Grundgesetz verbrieften Rechts der gemeinsamen Gehaltsfindung durch Verhandlungen mitzugehen oder ob sie darauf beharrt, dafür allein zuständig zu sein.

Wer vorab schon Informationsmaterial haben möchte oder Fragen hat, möge sie an folgende Adresse senden: fb13.hh@verdi.de

Der QR-Code zur Teilnahme bzw. Einwahl in die Veranstaltung kann mit weiteren Informationen hier herunter geladen werden: