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Offener Brief der TÜV-Beschäftigten zur Kündigung der Beihilfeleistungen

Den Offenen Brief haben bisher 542 Personen unterzeichnet.

»Die Menschen sind der Schlüssel zum Erfolg.«
(zitiert aus dem Geschäftsbericht zum Thema Personalbericht)

An die Arbeitsdirektor*innen der Unternehmen der TÜV NORD GROUP

Sehr geehrte Frau Dr. Petersen,
sehr geehrter Herr Walinger,
sehr geehrter Herr Becks,
sehr geehrter Herr Dr. Jung,
sehr geehrter Herr Lux, 

Wir, die Mitarbeitenden des TÜV NORD Konzerns, sprechen Sie in Ihrer Funktion als Arbeitsdirektor*innen an.

Zur Jahresmitte wurden den Beschäftigten der ehemaligen RWTÜV-Gruppe die Beihilfeleistungen gekündigt. Die Beihilfen wurden bisher durch Betriebsvereinbarungen geregelt und den Mitarbeitenden jahrelang bei Einstellung -auch über die Betriebsübergänge hinweg- zugesagt. Zudem deutet der Arbeitgeber an, auch weitere Beihilferegelungen im Konzern zum Jahresende zu kündigen und damit Menschen um die Kostenunterstützung für ambulante Arztbehandlungen und Aufwendungen für ärztlich verordnete Heilmittel (z.B. Zahnersatz) zu bringen. 

Die Entscheidung und die Umsetzung der Maßnahmen hat das Vertrauen großer Teile der Belegschaft in die Führungskräfte und das Management maßgeblich beeinflusst. Sie bewirken Unruhe und Unsicherheit, auch bei den nicht direkt betroffenen jüngeren Kollegen/-innen. 

Wertschätzung und Zuverlässigkeit, Beständigkeit und Transparenz gehören zu den wichtigsten Faktoren eines attraktiven Arbeitgebers mit den man qualifizierte neue Mitarbeitende gewinnen kann.  

Diese Werte stehen mit der Beihilfeentscheidung zur Disposition. Daher hoffen wir, dass Sie als Arbeitsdirektor*innen unsere Anliegen und Vorschläge aktiv unterstützen.

Wir schlagen vor, dass

  • die Entscheidung, die Beihilferegelungen zu kündigen, zurückgenommen wird,
  • angekündigte Kündigungen weiterer Beihilferegelungen im Konzern nicht umgesetzt werden,
  • ein gemeinsames konzernweites Werk der Beihilfen für alle Mitarbeitenden eingeführt wird.

Dazu soll zeitnah, spätestens nach der Sommerpause, eine Expert*innen-Kommission aus Arbeitsdirektor*innen, Betriebsräten und Gewerkschaft eingerichtet werden, die die bestehenden Regelungen zu einem einheitlichen Werk der Beihilfe für alle Mitarbeitende weiterentwickelt.

Wir wissen, dass diese Vorschläge nicht umsonst zu haben sind. Doch wie heißt es richtig im aktuellen Geschäftsbericht: 

FÜR EIN ATTRAKTIVES ARBEITSUMFELD STEHT BEI UNS DER MENSCH IM MITTELPUNKT. 

Lassen Sie uns gemeinsam nach Lösungen suchen, wie wir das Thema „Beihilfe“ für alle Mitarbeitenden in eine zukunftsfähige Vereinbarung einbringen.